Brandschutzausbildung für Grundschüler

Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, wie ein Feuer vermieden wird und wie sie sich richtig verhalten, wenn doch einmal etwas passiert“. Besser und einfacher als es der Schulleiter der Grundschule Impfingen, Herr Karl beschrieben hat,  kann man es nicht formulieren.

Alljährlich treffen sich die Schulkinder der 4. Klasse der Impfinger Grundschule kurz vor Ende des Schuljahres gemeinsam mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehren aus Hochhausen und Impfingen, um den praktischen Teil der Brandschutzausbildung zu erleben. In enger Kooperation mit den Lehrkräften und aktiven Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim aus den Einsatzabteilungen Hochhausen und Impfingen wird den Schülerinnen und Schülern vermittelt, wie es zu einem Brand kommen kann und was dann zu tun ist, damit nicht noch mehr Schaden entsteht.

Doch vor der beeindruckenden praktischen Übung stand Theorie auf dem Stundenplan. Warum entsteht ein Brand, wie kann ich etwas dazu tun, damit es nicht zu einem Brand kommt, wie reagiere ich richtig, wenn doch etwas passiert,  was muss ich am Telefon sagen, wenn ich den Notruf gewählt habe, wie ist denn nun die richtige Notrufnummer? Diese und viele andere Fragen wurden im Unterricht besprochen. Fragen, an denen selbst Erwachsene oftmals scheitern. Ergänzt wurden in diesem Jahr die Unterrichte durch Jens Sack, einen sehr erfahrenen Feuerwehrmann aus Hochhausen, der beruflich in Würzburg an der Landesfeuerwehrschule Bayern tätig ist. „Wichtig ist, den Kindern zu erklären, wie sie sich richtig verhalten damit es erst gar nicht zu einem Brand kommt. Ganz nebenbei hoffen wir natürlich auch, bei den Kindern Interesse für die Feuerwehr zu wecken und natürlich soll der Spaß nicht zu kurz kommen“.

In diesem Jahr wurde die praktische Ausbildung in Hochhausen durchgeführt und lag somit in Verantwortung der Jugendfeuerwehr Hochhausen. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Impfingen wurde geplant und vorbereitet. Ein typischer Grillunfall wurde dargestellt, der Einsatz einer Feuerlöschdecke vorgeführt und ein Fettbrand simuliert, was besonders beeindruckte. Das leere Spraydosen auch gefährlich sein können, wenn sie in ein Feuer geworfen werden wussten die Schülerinnen und Schüler aus der Theorie aber „...dass es so laut knallt…“ hatte keiner gedacht.

„Wann dürfen wir denn mit dem Feuerwehrschlauch spritzen?“ war das Stichwort für den Spaß an diesem Samstagvormittag. Gemeinsam mit den Jugendfeuerwehrleuten wurde ein klassischer Löschangriff mit vier „C-Rohren“ aufgebaut. Dann gab es kein Halten mehr und bei sommerlichen Temperaturen entwickelte sich die alljährliche Wasserschlacht, auf die alle schon gewartet hatten. Nur durch einen beherzten Sprung hinter einen Baum gelang es dem Schulleiter später trocken nach Hause zu kommen.

Im nächsten Jahr wird die Kooperation natürlich weitergeführt. Dann ist wieder die Jugendfeuerwehr Impfingen für den gemeinsamen Vormittag in Verantwortung und natürlich hoffen alle auf einen schönen, warmen Sommertag für einen wirklich heißen Schultag.

 

Andreas Hügel (ah)

Abteilungskommandant Impfingen 

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