Bildungsreise der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim nach Berlin

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Frau Nina Warken, führte die Freiwillige Feuerwehr Tauberbischofsheim mit ca. 50 Feuerwehrangehörigen eine viertägige Bildungsreise nach Berlin durch. Mitglieder  und Alterskameraden aller Einsatzabteilungen nahmen das Angebot an und fanden sich am Mittwoch den 02. Dezember 2015 pünktlich und voller Vorfreude auf den Besuch der Bundeshauptstadt Berlin am Feuerwehrgerätehaus Tauberbischofsheim ein. Die Anreise mit einem regionalen Busunternehmen aus Grünsfeld verlief unspektakulär und zügig, sodass bereits gegen 15:00 Uhr die Zimmer bezogen werden konnten.

Das durch das Bundespresseamt erstellte Programm ließ uns am Anreisetag etwas Zeit, die Bundeshauptstadt auf eigene Faust zu erkunden und den einen oder anderen Weihnachtsmarkt zu besuchen.

Der zweite Tag begann mit der Aufteilung unserer Besuchergruppe in zwei Teilgruppen zum Besuch zweier Feuerwachen der Berliner Berufsfeuerwehr. Die erste Gruppe hatte die Möglichkeit, die Feuerwache Ranke zu besuchen, die zweite Gruppe erfuhr auf der Feuerwache Charlottenburg-Nord einiges über Einsatztaktik der BF Berlin und erkundete den umfangreichen Fuhrpark mit Spezial- und Sonderfahrzeugen.

Erstaunlich ist, dass die Standartbesetzung eines Löschzuges der BF Berlin nicht umfangreicher ist, als es die Alarm-und Ausrückeordnung der FF TBB vorgibt.

Die beiden besuchten Feuerwachen sind ausgestattet mit Rettungs- und Krankentransportfahrzeugen, einem Kleinlöschfahrzeug für Kleinsteinsätze, einem LHF (vergleichbar mit einem HLF) und einer DLK 23/12.

Zusätzlich verfügt die Feuerwache Charlottenburg-Nord unter anderem über ein ELW 3, einen Feuerwehrkran, eine Hubarbeits-und Rettungsbühne mit 50m Rettungshöhe, verschiedene Abrollbehälter und Wechselladecontainer für die unterschiedlichsten Einsatzstichworte mit den dazu benötigten Wechselladerfahrzeugen.

Am Nachmittag endete eine geführte Stadtrundfahrt an der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Die Führung durch die ehemalige Zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi Die Betreuung und Führung der Gruppen wird auf freiwilliger Basis von ehemaligen Insassen und Häftlingen der Untersuchungshaftanstalt durchgeführt, was eine sehr intensive und authentische Darstellung der Zustände in diesem Gefängnis mit sich brachte. „Unglaublich und Widerlich, dass diese Stasi-Verbrecher Straffrei nebenan wohnen dürfen“ lauteten die Kommentare zu den Vorgängen in Hohenschönhausen. Kopfschüttelnd und sichtlich beeindruckt verließen wir diesen Ort dunkelster deutscher Geschichte, zur freien Gestaltung des Abends.

Der dritte Tag stand voll und ganz im Zeichen der politischen Bildung. Aufgrund der persönlichen Einladung durch Frau MdB Nina Warken ergab sich die seltene Gelegenheit, an einer historisch sehr bedeutenden Sitzung des Bundestages teilzunehmen. Im Anschluss an die Aussprache und Abstimmung hatten wir die Gelegenheit mit Frau Warken über verschiedene politische Belange zu diskutieren. Dies wurde von den mitgereisten Feuerwehrangehörigen auch sehr intensiv und fordernd genutzt.

Im Anschluss an die doch sehr kurze Führung durch die Katakomben des Reichstages durften wir am Nachmittag noch das Bundeskanzleramt besichtigen und erfuhren im Rahmen einer etwas eingeschränkten Führung, Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel leitete eine Arbeitssitzung, sehr interessante Hintergrunddetails zu und um das im Volksmund gerne Waschmaschine genannte Gebäude. Der späte Nachmittag endete mit dem zweiten Teil der geführten Stadtrundfahrt, die sich überwiegend an politischen Gesichtspunkten orientierte.

Nach dem Abendessen bestand noch einmal die Gelegenheit, weitere Weihnachtsmärkte in Berlin zu erkunden oder das Feuerwehrmuseum Berlin und das Schokoladenhaus Fassbender & Rausch zu besuchen.

Die Rückreise gestaltete sich auch aufgrund der sehr angenehmen Verkehrssituation ruhig und zügig, sodass wir am späten Samstagnachmittag wieder wohlbehalten in Tauberbischofsheim aus dem Bus aussteigen konnten.

Alles in allem war es eine gelungene Bildungsreise der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim; die auch einen sehr großen Beitrag zur Förderung der Kameradschaft, zum gegenseitigen Kennenlernen und Abbau von Missverständnissen geboten hat. Es wird sicherlich nicht die letzte gemeinsame Bildungsreise nach Berlin gewesen sein.

Andreas Hügel

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