Stadt übernimmt Führerscheinkosten

Eine Freiwillige Feuerwehr ohne Fahrzeuge ist undenkbar. Dazu gehören aber auch entsprechend ausgebildete Fahrer. Bisher galt die Regelung, dass die Stadt den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent beim Erwerb des Lkw-Führerscheines gewährt. Die Voraussetzungen waren, dass der Führerschein vorrangig nicht aus beruflichen Gründen notwendig war, eine zehnjährige Verpflichtung zum Dienst bei der Feuerwehr eingegangen wurde und beim vorzeitigen Ausscheiden anteilig eine Rückzahlung des Zuschusses erfolgt.

Nun musste sich der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch mit diesem Thema befassen, da sich die EU-Richtlinien für die Führerscheinklasse seit dem 19. Januar 2013 geändert haben.
Danach kann die überwiegende Zahl der Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim nur noch mit der Fahrerlaubnis der Klasse C geführt werden. Aus diesem Grund hatte die Feuerwehr bei der Stadt einen Antrag gestellt, mindestens zehn Feuerwehrleuten die Möglichkeit zu bieten, die Fahrerlaubnis der Klasse C zu erwerben und die Kosten für die Ausbildung in voller Höhe zu übernehmen.
Der Grund für die volle Übernahme liege darin, dass dieser Führerschein der Klasse C im gewerblichen Bereich nicht mehr nutzbar ist. Deshalb seien verständlicherweise die Mitglieder der Freiwillen Feuerwehr nicht mehr bereit, Führerscheinkosten, die ausschließlich für Einsatzfahrten bei der Feuerwehr entstehen, selbst zu tragen.
Der Verwaltungsausschuss schloss sich einstimmig dem Vorschlag zur Übernahme der Kosten an. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich die Feuerwehrangehörigen ab Erwerb der Fahrerlaubnis für eine fünfjährige Dienstzeit verpflichten.
Sollten sie während dieser Zeit aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden oder die Fahrerlaubnis entzogen werden, sind die Kosten anteilig zu erstatten.
 
Quelle Artikel: Fränkische Nachrichten, 25. Januar 2013 / sey